Für die meisten Schweizer KMU lohnen sich ein bis zwei Plattformen, die konsequent bespielt werden: Instagram für Gastronomie, Beauty, Handel und Handwerk mit sichtbaren Ergebnissen, Facebook für lokale und ältere Zielgruppen, TikTok für günstige Reichweite und Recruiting, LinkedIn für B2B.
Wichtiger als die Plattform ist die Regelmässigkeit: zwei bis drei gute Beiträge pro Woche plus Stories – und gezielte Werbung im eigenen Einzugsgebiet.
Welche Plattform lohnt sich?
Die häufigste Falle: überall ein bisschen präsent sein und nirgends richtig. Wählen Sie lieber eine oder zwei Plattformen, auf denen Ihre Kundschaft wirklich unterwegs ist, und bespielen Sie diese konsequent.
| Plattform | Zielgruppe | Passt zu | Aufwand |
|---|---|---|---|
| breit, v. a. 18–45 | Gastro, Beauty, Handel, Handwerk | mittel – Bilder, Reels, Stories | |
| eher ab 35, lokale Gruppen | Handwerk, Gastro, Events, Vereine | gering bis mittel | |
| TikTok | jung, zunehmend alle | Gastro, Beauty, Recruiting | mittel – Kurzvideos |
| Fach- und Führungskräfte | B2B, Industrie, Beratung, Recruiting | gering bis mittel | |
| Google-Profil | Menschen, die gerade suchen | alle lokalen Betriebe | gering |
Wie oft sollte man posten?
Für die meisten KMU sind zwei bis drei Beiträge pro Woche plus gelegentliche Stories ein gutes Mass. Wichtiger als die Menge ist die Beständigkeit: Ein Betrieb, der ein Jahr lang jede Woche zweimal postet, baut mehr auf als einer, der einen Monat täglich postet und dann verstummt.
Was sollte man posten?
- Einblicke: Werkstatt, Küche, Salon, Lager – Menschen wollen sehen, wie Sie arbeiten.
- Ergebnisse: Vorher-Nachher, fertige Projekte, neue Produkte.
- Team: Gesichter schaffen Vertrauen und helfen bei der Suche nach Mitarbeitenden.
- Kundenstimmen: kurze Zitate oder Videos zufriedener Kundinnen und Kunden.
- Tipps: Fachwissen in 30 Sekunden – etwa «3 Fehler beim Fensterputzen».
- Aktionen und Saison: Angebote, Feiertage, lokale Events.
Organisch oder mit Werbung?
Organische Reichweite – also ohne bezahlte Werbung – ist auf den meisten Plattformen begrenzt. Für lokale Betriebe lohnt es sich fast immer, ein kleines Werbebudget einzusetzen und es auf das eigene Einzugsgebiet einzugrenzen. Als Einstieg sind oft CHF 10 bis 20 pro Tag über zwei bis vier Wochen sinnvoll, um zu testen, welche Inhalte Anfragen bringen.
Was man messen sollte
Likes und Follower sind nett, bezahlen aber keine Rechnungen. Messen Sie lieber: Anfragen (Nachrichten, Anrufe, Formulare), Kosten pro Anfrage bei Werbung und langfristig, ob Kunden sagen, dass sie Sie über Social Media gefunden haben.
Die häufigsten Fehler
- Unregelmässig posten und nach wenigen Wochen aufgeben
- Nur Werbung, keine echten Einblicke
- Stockfotos statt eigener Bilder
- Nachrichten und Kommentare tagelang unbeantwortet lassen
- Werbung ohne Ortseingrenzung – Budget verpufft ausserhalb des Einzugsgebiets
Selbst machen oder Agentur?
Gute Social-Media-Arbeit braucht Zeit: Planung, Fotos und Videos, Texte, Schnitt, Veröffentlichung, Antworten, Auswertung – realistisch vier bis acht Stunden pro Woche. Wenn Sie diese Zeit haben und Freude daran, machen Sie es selbst. Wenn nicht, lohnt sich eine Agentur, die das komplett übernimmt. Bei uns startet die Social-Media-Betreuung ab CHF 199 pro Monat, monatlich kündbar – im Thurgau, in St. Gallen und der ganzen Schweiz.